Tod eines Lehrers

Tod eines Lehrers – 2004
400 Seiten, € 8,90

Tod eines Lehrers

Dies ist der erste Roman der neuen Reihe um Hauptkommissar Peter Brandt und seine Kollegen von der Offenbacher Kripo sowie Staatsanwältin Elvira Klein.

Im ersten Fall geht es um den Mord an einem angesehenen Lehrer in einer kleinen Stadt in der Nähe von Frankfurt, für die die Kripo Offenbach zuständig ist (die Kripo Offenbach ist für den Bereich Südosthessen zuständig).

Rudolf Schirner unterrichtet die Oberstufe des (fiktiven) Georg-Büchner-Gymnasiums in Langen und dreht wie jeden Abend mit seinem Golden Retriever nach den Tagesthemen noch einmal eine Runde, wobei er immer denselben Weg nimmt. Doch in einer eisigkalten Februarnacht wird dies sein letzter Spaziergang. Seine Leiche wird am nächsten Morgen von einem Jogger gefunden – ausgerechnet ein Spieler von Eintracht Frankfurt (die liebevolle „Feindschaft” zwischen Offenbach und Frankfurt wird immer wieder kurz erwähnt). Die Ermittlungen übernimmt Peter Brandt, wobei ihm auch gleich die Staatsanwältin ins Werk pfuscht, indem sie ihn auffordert, den Fall mit aller notwendigen Akribie zu bearbeiten, da sie selbst eine gebürtige Langenerin ist und Schirner während ihrer letzten beiden Schuljahre als Lehrer hatte. Sie und alle anderen, die mit dem Ermordeten zu tun hatten, beschreiben ihn als äußerst vertrauenswürdig, integer und fair. Ganz offensichtlich hatte er keine Feinde, doch bei den Befragungen zeichnet sich ganz allmählich ab, dass es mit der Vertrauenswürdigkeit und Integrität von Schirner gar nicht so weit her war.

Doch mehr wird nicht verraten. Die Hauptpersonen der neuen Reihe sind Peter Brandt und Elvira Klein und das Schmankerl deren ständige Kleinkriege. Peter Brandt ist ein Mittvierziger, der gerade sein 25jähriges Dienstjubiläum hinter sich hat und alleinerziehender Vater von zwei pubertierenden Töchtern ist, Elvira Klein eine etwas blasierte und karrierebesessene Frau von Anfang dreißig, die immer alles besser weiß. Was die Zusammenarbeit noch erschwert, ist die Tatsache, dass Elvira Klein in Frankfurt wohnt, der geächteten Nachbarstadt bzw. dem Vorort von Offenbach, wie die Offenbacher es nennen. In die Romane fließt sehr viel Lokalkolorit ein, sie sind manchmal witzig, bisweilen auch derb, aber immer menschlich.

Lassen Sie sich einfach überraschen, die Fälle sind nicht so spektakulär wie sie Julia Durant in der Regel zu bearbeiten hat, – schließlich ist Offenbach nicht Frankfurt ;-) – aber spannend sind sie allemal.

Textupdate 02/2009

 
Copyright © Andreas Franz