Teuflische Versprechen – Sommer 2005
560 Seiten, € 8,90

Klappentext
Während eines Einkaufsbummels mit zwei Bewachern gelingt einer jungen Moldawierin die Flucht. Sie wurde seit drei Jahren in einem Frankfurter Nobelbordell gefangengehalten und findet Unterschlupf bei einer Psychologin, die der verängstigten Frau sofort ihre Hilfe anbietet. Sie wendet sich dabei an eine befreundete Anwältin, die die ganze Geschichte von Maria erfährt. Nur zwei Tage später werden die Anwältin und ein Journalist fast zeitgleich, aber an verschiedenen Orten umgebracht. Recht schnell finden Julia Durant und ihre Kollegen heraus, dass die Morde in direktem Zusammenhang stehen, auch wenn sie auf sehr unterschiedliche Weise ausgeführt wurden. Ihre Spur führt sie zu einem extrem skrupellosen und mächtigen Menschenhändlerring, dem Männer und Frauen angehören, die zum Teil exponierte Positionen in der Öffentlichkeit einnehmen.
Die Polizei bildet eine kleine Soko und versucht, an die Hintermänner heranzukommen. Dabei stoßen sie auf Abgründe, die selbst den hartgesottenen Beamten bisweilen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Sie bekommen Einblicke in die Machenschaften der Menschenhändler, mit welcher Brutalität sie vorgehen, mit welch teuflischen Versprechungen Mädchen und Frauen aus den Armenhäusern Weißrussland, Ukraine, Rumänien, Moldawien etc. in den Westen gelockt werden. Und sie geraten in tödliche Gefahr, denn gegen hochrangige Persönlichkeiten zu ermitteln, ist kaum möglich. Und dennoch wagen sie das beinahe Unmögliche.
Making of
Dieser Roman beruht im wesentlichen auf Fakten, vor allem die Vorgehensweisen der Menschenhändler wird praktisch 1:1 wiedergegeben, es ist im Prinzip ein Buch über modernen Sklavenhandel. Die Idee dazu kam mir, als ich einen Bericht über Menschenhandel las, in den auch einige Prominente aus mehreren Ländern verwickelt waren … Danach begann ich zu recherchieren, setzte mich mit verschiedenen Ermittlern aus den Abteilungen Organisierte Kriminalität, Menschenhandel und Prostitution in Verbindung und holte auch sonst alle Informationen dazu ein, derer ich habhaft werden konnte. Allmählich entwickelte sich ein Bild, das man sich eigentlich gar nicht anschauen möchte, aber wenn man die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, wird sich nie etwas ändern. Wie bereits im ‚Syndikat der Spinne’ versuche ich auch hier Fakten aufzuzeigen, die die Grausamkeit des Milliarden-Dollar-Geschäfts Menschenhandel belegen. Leider ist es auch wie beim Drogen- und Waffenhandel und allen anderen großen Deals innerhalb des organisierten Verbrechens schier unmöglich, die wahren Drahtzieher dingfest zu machen, den Ermittlern gehen leider meist nur die ‚kleinen Fische’ ins Netz, wie etwa jene, die die Frauen anheuern, die Transporte übernehmen, die für die Verteilung verantwortlich sind, die Aufpasser, die Handlanger. Die Großen kommen in der Regel ungeschoren davon. Lesen Sie das Buch und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.
Natürlich wäre jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig.
Letztes Update 02/2009

