Knaur TB, 1999
512 Seiten, € 8,95

Klappentext
Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo obskure Bibelzitate. Man denkt zuerst an einen geschmacklosen Scherz. Als aber zur gleichen Zeit auch ein abscheulicher Mord begangen wird, vermutet Hauptkommissarin Durant einen Zusammenhang. Das Morden geht weiter und trägt immer dieselbe Handschrift: Die Opfer sind alle nackt, und auf ihrer Stirn steht in blutigen Ziffern die Zahl 666. Bie ihren Ermittlungen gerät die Polizei immer tiefer in einen Sumpf aus organisiertem Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch.
Making of
In „Das achte Opfer“ geht es um Vergeltung, indem sich ein Mann an jenen Menschen rächt, die ihm das Liebste und Wertvollste auf der Welt genommen haben, nämlich seine Familie. Nachdem ich detaillierte Informationen zu einem Kinderschänder- und Kinderpornoring erhalten habe, kam mir die Idee zu diesem Roman. Ich stellte mir vor, was wäre, wenn man mir meine Familie nehmen würde, die mir mehr bedeutet als alles Geld auf der Welt. Ich versuchte mich in die Gedanken- und Gefühlswelt eines solchen Mannes hineinzuversetzen und hatte sehr schnell eine Geschichte parat. Später erhielt ich einige empörte Briefe, u.a. von einem Rechtsanwalt, in denen man mir vorwarf, Selbstjustiz zu rechtfertigen, was für mich aber davon zeugt, dass diese Schreiber sich eben nicht in die Gefühlswelt einer solchen Person hineinversetzen können. Natürlich heiße ich Selbstjustiz nicht gut, und dennoch kann ich Menschen verstehen, die in Ausnahmesituationen auf dieses Mittel zurückgreifen, wenn die Justiz z.B. Steuerhinterzieher mit mehrjährigen Haftstrafen belegt, auf der andern Seite aber Kinderschändern aufwendige psychologische Betreuung zuteil werden lässt und diese Täter viel zu oft schon nach sehr kurzer Zeit aufgrund manchmal sehr zweifelhafter Gutachten wieder auf die Menschheit loslässt.
Und es ist leider immer noch so, dass den Tätern meist mehr Beachtung geschenkt wird, als den Opfern oder deren Angehörigen. Und als ich hörte, dass zu dem o.g. „Ring“ höchst angesehene Mitglieder des öffentlichen Lebens wie hochrangige Politiker, Justizbeamte, Künstler und sogar kirchliche Würdenträger und auch Mitarbeiter des Kinderschutzbundes gehörten bzw. immer noch gehören, die nicht bestraft wurden, weil nicht einmal ein Verfahren eingeleitet wurde, kam ich nicht mehr umhin, dieses Buch zu verfassen, da Kindesmissbrauch und Kinderpornographie mittlerweile zu einem wesentlichen Bestandteil des organisierten Verbrechens gehören und jährlich mehrere Milliarden Dollar damit „verdient“ werden.
Textupdate: 02/2009

