
Ich bekomme regelmäßig Briefe, E-Mails, werde interviewt oder bei Lesungen angesprochen und möchte daraus die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zitieren und hier beantworten.
Wie kamen Sie zum Schreiben?
Es war ein innerer Drang, der schwer zu erklären ist. Es kamen ständig neue Ideen und ich brauchte ein Ventil, sonst wäre ich irgendwann geplatzt.
Wann schreiben Sie am liebsten, am Tag oder nachts?
Grundsätzlich nachts. Am liebsten zwischen zweiundzwanzig und fünf Uhr. Tagsüber habe ich nicht die Ruhe, die ich brauche. Ich kann beim Schreiben auch keine Musik hören, wie viele andere Autoren, ich tauche in eine andere Welt ab, die nichts mit der in meinen eigenen vier Wänden zu tun hat.
Muss diese bisweilen grausame Härte sein? Genügt es nicht, es bei Andeutungen zu belassen?
Diese Frage habe ich mir auch schon einige Male gestellt. Sicher, mir wird von einigen Kritikern, auch wohlgesonnenen, eine zu große Liebe zum Detail nachgesagt, doch wer genau liest, wird schnell merken, dass diese Detailtreue sich eher im psychologischen als im körperlichen Bereich abspielt, auch wenn ich zugegeben einige Szenen recht intensiv beschreibe, doch für meine Begriffe nie eine Grenze überschreite, wie es leider viele andere Autoren oder speziell Autorinnen heute gern tun. Ein Zeitungskritiker hat zum Beispiel angemerkt, ich würde in Der Jäger jeden Mord in allen Einzelheiten schildern, was für mich davon zeugt, dass derjenige das Buch nicht oder nicht richtig gelesen hat. Außerdem denke ich, die Zeit der lauschigen Häkelkrimis á la Agatha Christie gehören der Vergangenheit an, da sie nur sehr wenig mit der Realität und schon gar nichts mit der bisweilen enervierenden Polizeiarbeit zu tun haben. Was immer ich auch beschreibe, die Wirklichkeit sieht allemal härter und düsterer aus, als meine Phantasie es zulässt.
Muss man nicht irgendwie selbst pervers sein, um solche Bücher schreiben zu können?
Jeder Mensch ist auf die eine oder andere Weise pervers. Es mag durchaus Autoren geben, die ihre ganz persönlichen Phantasien auf dem Papier ausleben, was aber immer noch besser ist, als würden sie es in der Realität tun, ich befinde mich beim Schreiben jedoch stets in einer Beobachterrolle. Ich verabscheue Gewalt in jeder Form, da ich bereits als Kind fast täglich in meinem Elternhaus damit konfrontiert wurde (Vater vs. Mutter) und auch meine Frau von ihrem ersten Mann schwerste physische und psychische Demütigungen hinnehmen musste. In meinen Romanen spielt Gewalt zwar eine Rolle, doch gibt es nicht ein einziges Buch, in dem ich Gewalt verherrliche oder gar Anleitungen zum Töten gebe. Ich versuche lediglich das Leid der Opfer zu schildern, das Leid der Angehörigen, die oft vorhandene Ohnmacht der Polizei, aber auch die Ohnmacht der Täter, die häufig in einem psychischen und emotionalen Gefängnis leben, aus dem sie nicht herauskommen. Lesen Sie die Hintergründe zu meinen Büchern und Sie werden mehr erfahren.
Andere Autoren schreiben Krimis oftmals mit einem Augenzwinkern. Bei Ihnen vermisse ich den Witz. Können Sie nicht lachen?
Ich kann sogar sehr herzhaft lachen, ich kann auch richtig schön bei Schnulzenfilmen heulen (Pretty Woman und Schlaflos in Seattle gehören zu meinen absoluten Lieblingsfilmen), aber die witzigen Kriminalromane überlasse ich anderen. Für mich hört der Witz bei Mord auf. Wenn z.B. ein Kind getötet wird, wenn die Polizei eine Soko bildet, dann wird nicht mehr gelacht. Die Jagd nach einem Mörder ist kein Gesellschaftsspiel, höchstens ein Spiel der sensationsgeilen Medien (hervorzuheben hier sind vor allem die Boulevardpresse, aber auch die Boulevardmagazine im Fernsehen und die unsäglichen Talkshows wie Oliver Geissen auf RTL und Britt auf SAT1.). Für die Polizei aber ist es immer ein Wettlauf mit der Zeit. Oder glauben Sie, die Beamten, die den Fall eines vermissten und vermutlich ermordeten Kindes bearbeiten, hätten ihre Freude daran und würden lachen, wenn sie mal wieder vergeblich einer vermeintlich heißen Spur hinterher gerannt sind? Es gibt nicht wenige Polizisten, die an ihrem Beruf kaputtgehen.
Kindesmissbrauch und -mord sowie seelische und körperliche Misshandlungen spielen bei Ihnen eine wesentliche Rolle. Haben Sie einschlägige Erfahrungen damit gemacht?
Nur indirekt. Ich habe während meiner ersten vierzehn Lebensjahre miterleben müssen, wie mein Vater meine Mutter fast täglich physisch und psychisch misshandelt hat, und ich dadurch, aus Furcht, eines Tages meine Mutter tot aufzufinden, wenn ich von der Schule nach Hause kam, seit meiner frühesten Kindheit unter schwersten Angstzuständen und Panikattacken litt und diese erst ganz allmählich in den Griff bekam, als ich mit dem Schreiben begann, aber auch durch das Verständnis meiner Frau und meiner Kinder. Dennoch muss ich zugeben, dass das Erlebte sich in mir festgebrannt hat. Aber ich kenne auch etliche Personen, die in ihrer Kindheit missbraucht wurden, sogar ein junges Mädchen, das schließlich auf sehr bestialische Weise umgebracht wurde. Näheres dazu in meinen Erklärungen zum Making of von Jung, blond, tot und Das achte Opfer.
Manche Ihrer Geschichten wirken sehr weit hergeholt. Wieviel Wahrheitsgehalt steckt in Ihren Romanen?
Mehr als die meisten sich vorstellen. Natürlich sind es allesamt Romane, doch bis auf zwei (Der Finger Gottes und Schrei der Nachtigall beruht jeder von ihnen in seiner Grundstruktur auf wahren Begebenheiten. Dennoch überlasse ich es dem Leser, selbst herauszufinden, was Realität und was Fiktion ist.
Haben Sie irgendwelche Schriftsteller als Vorbilder?
Nein. Ein Vorbild birgt immer die Gefahr, dem- oder derjenigen nachzueifern oder dessen/deren Stil zu kopieren. Aus diesem Grund lese ich auch kaum Krimis anderer Autoren. Das hat nichts damit zu tun, dass ich andere Krimiautoren nicht schätze, ich habe nur Angst, mich beeinflussen zu lassen und eines Tages eines Plagiatsvorwurfs ausgesetzt zu sein. Tut mir leid, Kollegen, aber ich lese eure Bücher nicht
Was lesen Sie dann?
Sehr viele Sachbücher, vor allem über die Geschichte des Altertums bis hin zum Mittelalter (für Interessierte: ganz besonders empfehle ich die Bücher von S. Fischer-Fabian und Ernst Schubert wie z.B. Essen und Trinken im Mittelalter oder Der jüngste Tag, Die Deutschen im späten Mittelalter, und ich liebe die Romane von Gabriel Garcia Marquez, insbesondere „Hundert Jahre Einsamkeit“ und „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“, ich habe alles von Hemingway und Faulkner gelesen, ebenso schätze ich – mit Abstrichen – Salman Rushdie, mein absolutes Lieblingsbuch ist jedoch „Das Parfüm“ von Patrick Süskind, für mich ein sprachliches Meisterwerk, ein Geniestreich, der einem Autor aber wohl nur einmal gelingen kann. Meine Meinung ist, wenn ein Günter Grass den Nobelpreis bekommt, dann hätte ihn Süskind allemal verdient. Leider ist der Film total verhunzt worden, alles, was nach dem Lesen in meiner Phantasie war, wurde hier zunichte gemacht. Grenouille, der von einem Schönling dargestellt wird!
Kann man vom Schreiben leben?
Wenn man wie Grisham, King, Crichton, Pilcher, Kohl, Lafontaine, Grass oder sogar Frau Lind Millionenvorschüsse allein auf eine Idee oder ein einseitiges Exposé erhält… Ja, ich weiß, das ist jetzt wieder der Zyniker in mir… Ja, doch, ich kann inzwischen davon leben, aber mit den o.g. Herren und Damen kann man das nicht vergleichen.
Ist Schreiben erlernbar?
Bedingt. Ideen haben viele Menschen, allein an der Umsetzung hapert es. Es gibt zwar auch in Deutschland inzwischen Institute, die kreatives Schreiben lehren, doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass auch dort die Maxime vorherrscht, „bringt uns euer Geld und wir bringen euch dafür nichts bei“. Deshalb kann ich nur jedem/jeder raten, für sich selbst herauszufinden, ob er/sie das Talent hat, ob die Fähigkeit zum Formulieren vorhanden ist und ob eine möglicherweise grandiose Idee nicht schon nach zwei Seiten verpufft ist. Wer aber das Talent hat, der sollte es fördern, und die meisten Autoren, die ich kenne, brauchten keinen Lehrer, der ihnen beibrachte, wie man eine Kurzgeschichte oder einen Roman schreibt, sie brauchten lediglich Geduld und einen Freund oder Partner. Und ein wirklich guter Freund bzw. Partner wird mit seiner Meinung nicht hinter den Berg halten.
Warum haben Sie eine Kommissarin gewählt, die wie ein Schlot qualmt und auch noch regelmäßig Bier trinkt? Das ist doch kein Vorbild.
Wie sollte sie denn sonst sein? Vegetarierin, die den ganzen Tag nur Möhren knabbert, literweise Mineralwasser schlürft, dreimal in der Woche ins Fitness-Studio rennt und mit sich und der Welt im Reinen ist? Julia Durant ist eine in sich zerrissene Person und mir dadurch persönlich sympathischer als so manche in Romanen beschriebene oder im Fernsehen gezeigte geschniegelte Typen, die allein in riesigen Wohnungen leben, die sich ein normaler Polizist nie leisten könnte. Ich mag sie, sie hat ihre Fehler und Schwächen, sie versucht daran zu arbeiten, sie ist aber auch eine exzellente Ermittlerin. Und sie wird auch weiterhin ihren Dienst versehen. Außerdem werden aufmerksame LeserInnen festgestellt haben, dass Julia sich allmählich verändert, sie raucht kaum noch und hat ihr Leben neu strukturiert. Das hat damit zu tun, dass jeder Mensch sich dann und wann ändert und verändert und ich finde, dass es gut zu Julia passt.
Die High Society kommt bei Ihnen oftmals nicht sonderlich gut weg. Haben Sie etwas gegen die Reichen?
Mir ist es egal, ob jemand viel oder wenig Geld hat. Tatsache ist jedoch, dass gerade in den sogenannten besseren Kreisen sehr viele Verbrechen geschehen, und zwar völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit. Mehr denn je trifft heute der Grundsatz zu, dass man mit Geld fast alles kaufen kann, Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Politiker, aber auch Kinder und Jugendliche. Es geschehen Verbrechen, die nie in einer Zeitung erwähnt werden, weil es sie offiziell nicht gibt, weil eine absolute Informationssperre von ganz oben verhängt wurde. Viele Verbrechen von sogenannten honorigen Bürgern wurden nur zufällig publik. Natürlich wäre es vermessen, alle Reichen über einen Kamm zu scheren, es gibt sehr viele Integre unter ihnen, aber die schwarzen Schafe vermehren sich überproportional. Und deshalb lasse ich einige meiner Geschichten gerne in diesen Schichten spielen. Und da Frankfurt wirtschaftlich gesehen eine der reichsten Städte Europas ist, bietet es sich als Schauplatz natürlich geradezu an.
Wenn man Ihre Bücher liest, gewinnt man fast den Eindruck, als würden Sie die Menschen nicht sonderlich mögen. Sind Sie ein Menschenfeind?
Ich kann durchaus zynisch sein, das hängt jedoch von der Situation ab. Bei einem kaltblütigen Mörder hätte ich sicherlich Schwierigkeiten, ihn zu lieben, ich könnte aber Mitleid mit ihm haben und versuchen herauszufinden, weshalb er so geworden ist. Ich verachte ihn auch nicht als Person, ich verachte höchstens die Tat, denn wie schon gesagt, keiner wird als Mörder geboren. Aber grundsätzlich bin ich ein Menschenfreund.
Über Sie selbst steht in Ihren Büchern, Sie wollen die Leser fesseln und trotzdem zum Nachdenken anregen, aber nie den Zeigefinger erheben. Manchmal gewinnt man aber doch den Eindruck, als würden Sie sich als Moralapostel aufspielen.
Das können nur Leute sagen, die sich persönlich angegriffen fühlen, weil sie sich oder ihre Eigenschaften in meinen Büchern wiedererkennen. In dem Augenblick, wo jemand den Finger in eine Wunde steckt, wird logischerweise aufgeschrien. Und ich konfrontiere nun mal den Leser häufig mit sehr unangenehmen Dingen, besser gesagt Fakten, die für manch einen nur schwer zu verstehen und zu verdauen sind. Aber als Moralapostel würde ich mich nicht bezeichnen, vor allem, da ich nicht nur auf die Opfer und deren Umfeld eingehe, sondern auch auf den Täter und seine Beweggründe. Ich gebe aber keine wohlgemeinten Ratschläge, wie Menschen sich verhalten sollten.
Möchten Sie nicht auch einmal etwas anderes schreiben, als immer nur Krimis?
Ich habe in meiner Schublade mehrere unveröffentlichte Manuskripte liegen, die ganz und gar nichts mit Krimis zu tun haben, es befinden sich sogar einige sehr heitere Romane darunter. Vielleicht kommt irgendwann die Zeit, da auch diese Manuskripte veröffentlicht werden. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.
Nun noch etwas, was mir persönlich sehr am Herzen liegt: Ich wurde seit Erscheinen von „Das Syndikat der Spinne“ und danach von “Teuflische Versprechen” und “Spiel der Teufel” häufig gefragt, weshalb ich die Medien und die von ihnen ausgehende Manipulation so in die Kritik nehme. Bis jetzt sah ich keine Veranlassung, mich öffentlich dazu zu äußern, doch mehrere Reportagen in den elektronischen und Printmedien zum 11. September, die in sich sehr widersprüchlich waren und vor Manipulation nur so strotzten, fordern geradezu nach einer Antwort.
In einem langatmigen „seriösen“ Bericht eines angesehenen deutschen Nachrichtenmagazins wird versucht, all jene Autoren mit sogenannten Fakten Lügen zu strafen, die die Authentizität der von der amerikanischen Regierung, der Geheimdienste und dem von ihnen gesteuerten meinungsbildenden Organ CNN lancierten Berichte, betreffend die Anschläge auf die Weltmacht USA – World Trade Center, Pentagon etc. – anzweifeln. Dass ich den Namen des Magazins nicht nenne, hat Gründe, die ich später erläutern werde.
Wie ich bereits in „Das Syndikat der Spinne“ zu erklären versuchte, unterliegen wir mehr denn je einer Medienmanipulation, die kaum noch einer zu durchschauen imstande ist. Ich will auch nicht großartig auf die seltsamen Vorgänge kurz vor, während und nach dem 11. September 2001 eingehen, das überlasse ich gerne anderen, aber ich will nach Lesen des Artikels doch einige Anmerkungen machen.
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1.Auf keiner Zeile wird direkt auf die Fakten der Autoren v. Bülow, Wisnewski etc. eingegangen, stattdessen werden Gegenfakten präsentiert, die ebenso hohl und fadenscheinig wirken, wie angeblich die der „Verschwörungsfanatiker“.
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2.Auf einer Sonderseite schert man von Napoleon III. bis zu Lady Di alle ungelösten Merkwürdigkeiten über einen Kamm, obgleich es vor allem im Fall Kennedy nicht nur Indizien sondern Beweise dafür gibt, dass er unmöglich von dem irren Einzeltäter Lee Harvey Oswald umgebracht worden sein konnte, weil die Kugeln nachweislich aus einer anderen Richtung kamen. Aber all dies interessiert die Schreiber des Artikels herzlich wenig, man beruft sich auf ernstzunehmende amerikanische Quellen, die die Akten längst geschlossen haben.
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Ich selbst hatte vor einigen Jahren mit jenem Magazin, das auch eine permanente TV-Präsenz auf verschiedenen Kanälen bietet, ein sehr zweifelhaftes Vergnügen. Es handelte sich um einen Dreifachmord unter Jugoslawen in Frankfurt, ich wurde wenige Tage nach dem Verbrechen explizit als Krimiautor von dem Magazin gebeten, ein paar Worte zu den Strukturen des organisierten Verbrechens in Frankfurt zu sagen. Erst wollten die vier Herren mit mir im Rotlichtmilieu in ein Boxstudio gehen, um dort zu filmen (schon da hätte ich hellhörig werden müssen), was ich ihnen jedoch ausreden konnte, schließlich fuhren wir zu einem Italiener nach Sachsenhausen. Dort waren wir ungestört, ich erzählte vor laufender Kamera ein paar Details über die OK in Frankfurt, Details, die ich selbst von der Polizei erhalten hatte, und dachte, damit wäre alles vorbei. Am Sonntagabend wurde der Bericht bei einem renommierten Privatsender um kurz nach zehn ausgestrahlt. Dort wurde ich jedoch nicht als Autor, sondern als „Pianist, der jahrelang für einen serbischen Halbweltler gearbeitet hat“ vorgestellt. O-Ton: „Als ihm (Franz) die Sache zu heiß wurde, ist er ausgestiegen.“ Weitere Sätze folgten, die von mir so nie gesagt wurden, auf meine Tätigkeit als Autor und woher ich meine Informationen hatte, wurde zu keiner Zeit eingegangen (ich bin seit über zwanzig Jahren nicht mehr im Musikgeschäft tätig). Dass ich nie öffentlich Klavier gespielt und schon gar nicht in der Halbwelt mein Geld verdient habe, hat die Herren Journalisten nicht interessiert, sie haben sich das einfach so zurechtgebastelt, um die Geschichte noch reißerischer aufziehen zu können. Ich habe, und das können viele, die meinen Lebensweg kennen, bestätigen, noch nie mit Personen aus der Halb- bzw. Unterwelt zu tun gehabt, ich kenne alles nur aus Berichten der Polizei oder von Personen, die selbst dem Milieu angehörten und ausgestiegen sind.
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Ich brauche wohl kaum zu erklären, dass es nach der Sendung und den darauffolgenden Tagen unmöglich war, mit den Journalisten bzw. zuständigen Redakteuren Kontakt aufzunehmen. Ein von mir eingeschalteter renommierter Anwalt sagte mir, ich solle mir die Erwägung einer Klage wegen Rufmordes gegen das Magazin genau überlegen, denn eine solche Klage sei sinnlos, da das Magazin mit dem unsichtbaren Aufkleber „seriös und garantiert objektiv“ unantastbar sei und es seiner Kenntnis nach bisher noch keinen Prozess verloren habe. Man könne höchstens versuchen, sie dazu zu bringen, den Bericht nicht zu wiederholen.
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Soviel zur Glaubwürdigkeit und Integrität der vorgeblich seriösen und objektiven Medienlandschaft, in der selbst die öffentlich-rechtlichen Sender mittlerweile keine Ausnahme mehr bilden.
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Dass ich den Namen des Magazins unerwähnt lasse, liegt daran, dass mir damals von deren Rechtsabteilung untersagt wurde, mich jemals in der Öffentlichkeit zu dieser Sache zu äußern, vor allem dürfe ich niemals den Namen des Magazins nennen, ansonsten würde man mich verklagen!
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Ich bin seitdem sehr vorsichtig geworden, was den Umgang mit den Medien betrifft. Wahrheit und Lüge bzw. Manipulation sind schon lange nicht mehr voneinander zu unterscheiden, das habe ich am eigenen Leib erfahren müssen.
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Möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden, ich weiß jedenfalls, dass hinter der heiligen Fassade der Seriosität und Integrität häufig die Fallstricke der Lüge lauern. Allerdings, um nicht alle über einen Kamm zu scheren, habe ich im Laufe der vergangenen Jahre auch Journalisten kennengelernt, die absolut vertrauenswürdig und integer sind. Macht weiter so, Magnus Klaue, Henning Franke …
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Mein Respekt gehört jedenfalls den mutigen Autoren von Büchern wie z.B. ‚Operation 9/11’, von Gerhard Wisnewski, ‚Die CIA und der 11. September’ von Andreas v. Bülow, ‚Der inszenierte Terrorismus’ von Thierry Meysson und allen andern, die sich nicht von geschliffenen Reden der Politiker und den scheinbar exakt recherchierten Artikeln und Berichten in den Medien blenden lassen, auch wenn manches in den o.g. Büchern sicherlich mehr auf Spekulationen denn auf Tatsachen beruht.
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Sie werden bemerkt haben, dass ich einige Male das Wort „seriös“ benutzt habe. Ich frage mich mittlerweile, welche Bedeutung dieses Wort überhaupt noch hat.

