
Geboren wurde ich am 12. Januar 1954 (einem eisigkalten Tag, wie meine Mutter mir einmal erzählte) in Quedlinburg/Sachsen-Anhalt, eine der sicherlich schönsten und geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands, die zu besuchen sich allemal lohnt. Ende 1955 kam ich mit meinen Eltern, die beide Musik studiert hatten, nach Helmbrechts, einem sich damals im Tiefschlaf befindlichen Nest im Herzen Oberfrankens; na ja, ich war im Frühsommer letzten Jahres einmal dort und musste feststellen, dass der Tiefschlaf noch tiefer geworden ist. Nichts für ungut, ihr Helmetzer, ihr könnt nichts dafür
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Nach der Trennung der Eltern siedelte ich im Oktober 67 mit meiner Mutter nach Frankfurt/M. über, besuchte hier noch weitere drei Jahre das Gymnasium, bis ich beschloss, etwas Ordentliches aus meinem Leben zu machen und eine Sprachenschule zu besuchen.
Mit siebzehn hatte ich meinen Abschluss in Wirtschaftsenglisch und -französisch in der Tasche, frönte danach aber lieber meinem Hobby, das ich alsbald zu meinem Beruf machte, der Musik. Ich war Drummer in verschiedenen Bands, lernte auf dem Wege meine jetzige Frau kennen (1971), mit der ich seit 1974 verheiratet bin. Mit neunzehn hatte ich bereits eine Familie mit zwei Kindern, die meine Frau Inge mit in die Ehe brachte, drei weitere folgten bis 1986, darunter unser jüngster Sohn Manuel, der zu hundert Prozent schwerbehindert ist (geistig, körperlich ist er topfit.) Und das möchte ich noch hinzufügen – er ist der liebenswerteste Mensch, dem ich je begegnet bin und von dem nicht nur ich, sondern auch meine ganze Familie unendlich viel lernen durfte. Danke für dieses Geschenk!
Irgendwann war Schluss mit lustig oder der Musik, ich jobbte als LKW-Fahrer, arbeitete als „Mädchen für alles“ in einer Werbeagentur, machte zähneknirschend eine kaufmännische Ausbildung, saß mir den Hintern wund in der Verwaltung eines amerikanischen Unternehmens … Seit Anfang der Achtziger erstellte ich graphologische Gutachten sowohl für Firmen als auch für Privatpersonen, 1990 eröffnete ich mein eigenes Übersetzungsbüro.

Nachdem ich schon in sehr jungen Jahren Gedichte, Kurzgeschichten und einen zugegeben grottenschlechten Detektivroman verfasst hatte (manch einer mag sagen, was anderes schreibt der ja auch heute noch nicht), schrieb ich 1986 meinen ersten richtigen Roman, Der Finger Gottes, tippte im folgenden ein Manuskript nach dem andern, schickte diese an alle nur erdenklichen Verlage, doch es dauerte geschlagene zehn Jahre, bis endlich die Nachricht kam, durch die einer meiner größten Träume erfüllt wurde – das Manuskript Jung, blond, tot wurde von dem renommierten Verlag Droemer Knaur angenommen, wobei mein besonderer Dank meiner Lektorin Christine Steffen-Reimann gilt, der allein ich es zu verdanken habe, dass auf das unsägliche Warten und die aufkeimende Frustration ein Happyend folgte.
Es gab sicherlich Zeiten, in denen ich, wie sicher auch viele andere Schriftsteller vor und nach mir, verzweifeln wollte, aber etwas in mir drängte mich, weiterzumachen, nicht aufzugeben, mich von all den 08/15 Absageschreiben nicht unterkriegen zu lassen. Eine der im Nachhinein witzigsten und zugleich auch ernüchterndsten Absagen erhielt ich ´92, als ich ein Manuskript an einem Dienstag an einen sehr angesehenen Verlag schickte und es nur zwei Tage später zurückbekam mit dem Vermerk, „nach eingehender Prüfung Ihres Manuskripts müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass…“. Posteingangsstempel, Postausgang.
Mittlerweile habe ich zwanzig Romane veröffentlicht, der bislang letzte, “Teufelsleib”, ist im November 2010 erschienen (Peter Brandt und Elvira Klein ermitteln endlich mal wieder), im August 2011 folgt erst die TB-Ausgabe von “Eisige Nähe”, im November dann der nächste Frankfurter Roman mit Julia Durant & Co, unter anderem mit der Neuen beim K 11, Sabine Kaufmann, eine junge Frau, die schon bei “Mörderische Tage” eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hat.
Aber in meiner Schublade liegen noch zahlreiche unveröffentlichte Manuskripte, Exposés und niedergeschriebene Ideen, die nur darauf warten, gedruckt oder geschrieben zu werden, darunter auch Manuskripte, die überhaupt nichts mit Krimis zu tun haben …

Seit 1994 lebe ich mit meiner Frau und damals noch vier Kindern – unser ältester Sohn war bereits ausgezogen, wohnte aber in unmittelbarer Nähe – und einer Katze (die mittlerweile verstorben ist) in Hattersheim bei Frankfurt und beobachte die Menschen wo immer ich bin und wie ich es immer getan habe. Mittlerweile sind alle Kinder aus dem Haus, selbst unser jüngster Sohn Manuel lebt seit 2008 in einer wundervollen anthroposophischen Einrichtung in einem kleinen Ort zwischen Bamberg und Coburg, wo er bestmöglich gefördert wird und seinen Möglichkeiten entsprechend in den Arbeitsalltag eingebunden ist. Meine Frau und ich sind 2007 innerhalb des Ortes umgezogen, und seit 2007 gibt es auch noch zwei Enkelkinder, Helen und Carsten, die im Abstand von sechs Wochen geboren wurden. Sie sehen, Zeit zum wirklichen Ausruhen gibt es bei uns nicht, vor allem wenn die kleinen Geister, die alles erforschen wollen, da sind. Und das ist auch gut so.
Doch das Wichtigste in meinem Leben bleibt neben Gott meine Familie, die ich über alles liebe und von der ich sagen kann, dass es nicht einen Moment gegeben hat, wo nicht alle zu und hinter mir gestanden hätten, selbst in den dunkelsten Zeiten meines Lebens, wo andere mich längst aufgegeben hätten. Ich verdanke ihnen so unendlich viel, dass es sehr schwer werden wird, ihnen all das zurückzugeben, was sie mir gegeben haben. Und ich danke Gott für seine unendliche Güte, sein Vertrauen in mich und dass ER mich immer dann getragen hat, wenn ich nicht mehr laufen konnte. ER ist da und ich bin dankbar, seine Liebe immer wieder aufs Neue zu spüren. Denn ohne Gott und ohne meine Familie würde es mich heute nicht mehr geben.
Manch einer mag sich fragen, wie kann jemand, der vorgibt, so fest an Gott zu glauben, solche zum Teil sehr düsteren und zynischen Romane schreiben. Nun, es geht, denn der aufmerksame Leser wird merken, dass ich nicht verurteile, sondern versuche, jeden Menschen aus einem bestimmten, „seinem“ Blickwinkel zu sehen. Ich stelle eine bisweilen brutale Realität dar, vor der wir die Augen nie verschließen sollten, ich finde z.B. kaum etwas grausamer als Kindesmissbrauch, denn Kinder sind unsere Zukunft, und vielleicht machen sie es ja eines Tages besser, als wir es gemacht haben. Kinder können sich nicht wehren, wenn sie missbraucht werden, sie leiden nur, sie haben Angst, ihre Seele wird zerstört. Doch ich fürchte, sie werden es nicht besser machen, weil die Erwachsenen ihnen kein gutes Vorbild mehr sind. Wenn ich nur daran denke, dass ein überaus bekannter Musikproduzent, der weniger durch sein Fachwissen, denn durch seine häufig erniedrigenden und vulgären Aussprüche zum Vorbild Nr. 1 für die deutsche Jugend wurde …

Ich selbst habe keinen Missbrauch an mir erlebt, glücklicherweise, doch ich habe einige Menschen kennengelernt, denen Derartiges widerfahren ist. Und ich kann sagen, keiner dieser Menschen ist in der Lage, ein aus unserer Sicht normales Leben zu führen. Ich habe aber Missbrauch einer anderen Art miterleben müssen, doch dazu finden Sie mehr in der Rubrik FAQ (häufig gestellte Fragen).
Ich schreibe auch des Öfteren über das Organisierte Verbrechen, das sich mittlerweile in allen Bereichen von Politik, Wirtschaft, dem Finanzwesen und sogar der Kultur etabliert hat und so ziemlich alles kontrolliert. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern ist leider eine bittere Wahrheit, die inzwischen von immer mehr seriösen Sachbuchautoren erkannt und niedergeschrieben wird. Und das Schlimme am organisierten Verbrechen ist, dass es sich längst nicht mehr kontrollieren lässt, es stattdessen uns kontrolliert und die meisten Menschen es nicht einmal merken, weil die Vorgehensweisen dieser Verbrecher so subtil und “leise” sind, dass sie kaum noch wahrgenommen werden können. Aber das nur nebenbei.
Wenn Sie nun mehr über mich und meine Romane wissen wollen, dann klicken Sie einfach auf eines der Cover, denn zu jedem Buch habe ich eine hoffentlich spannende Geschichte zu erzählen. Und jetzt viel Spaß beim Stöbern auf meinen Seiten. Und vielleicht treffen wir uns ja mal bei einer Lesung. Ich würde mich jedenfalls freuen.
Andreas Franz verstarb am 13.3.2011 an plötzlichem Herzversagen.

