… wo ist bloß die verdammte Zeit geblieben?! Mir kommt´s jedenfalls so vor, als würden sich die Uhr, die Welt, das Universum in immer schnellerem Tempo drehen. Na ja, liegt vielleicht auch daran, dass ich älter werde und der Zeitbegriff für mich eine neue Bedeutung gewinnt oder schon gewonnen hat. Über mein mieses Jahr 2009 habe ich im November geschrieben und werde es auch nicht wiederholen. Nur so viel: Es geht mir wieder gut, und damit ist das Thema “meine Gesundheit” fürs erste abgehakt. Aber ich werde in Zukunft definitiv besser auf mich aufpassen und auch mal die Beipackzettel von Medikamenten lesen, auch wenn ich nach dem Lesen derselben das Gefühl haben muss, von diesem Zeug eher gekillt als geheilt zu werden (Stichwort Cortison für die, die nicht wissen, was ich meine).

Nun zu etwas anderem, was Sie vermutlich wesentlich mehr interessiert. Das in Kiel angesiedelte Buch “Eisige Nähe” wird, wie überall angekündigt, am 22. Februar 2010 erscheinen. Kiel, das bedeutet Sören Henning und Lisa Santos ermitteln wieder. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich zum Inhalt etwas vorab schreiben soll und habe beschlossen, es nicht zu tun. Nur so viel: Ich habe einen wahren Fall aus der Gegenwart und auch einen besonders grausamen und leider nur allzu wahren aus der Vergangenheit einfließen lassen, der mir von zwei betroffenen Personen berichtet wurde. Es wird in diesem Buch auch ein Nachwort geben, denn ich will Sie nicht mit einem unguten Gefühl zurücklassen, sondern erklären, warum eine bestimmte Szene für mich so eminent wichtig ist. Zudem werde ich in diesem Nachwort noch einige andere Dinge zu diesem Buch erläutern.
Aber gut, ein klein bisschen werde ich doch verraten. Sören und Lisa haben es anfangs mit dem Mord an einem sehr bekannten Musikproduzenten (jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre rein zufällig) zu tun, der zusammen mit seiner noch sehr jungen Geliebten in seinem Zweitwohnsitz an der Ostsee aufgefunden wird. Doch das ist nur der Anfang einer Mordserie, die diesmal jedoch nicht von einem “typischen” Serienkiller begangen wird, sondern von einem Auftragskiller, der in eigener Mission unterwegs ist und … Nein, das muss jeder selbst lesen, was ihn dazu treibt, bestimmte Personen zu liquidieren. Dieser Mann, Hans Schmidt, spielt neben den Kommissaren die tragende Rolle in dem Roman, aber es geht auch um die Machenschaften in dubiosen Organisationen, die eine gewichtige Rolle innerhalb unseres Landes spielen.

Wie für jeden Kiel-Roman war ich auch für diesen im Februar wieder in Norddeutschland, genauer gesagt in Schleswig und Umgebung, Eckernförde, bin an der Ostsee entlanggefahren durch Orte wie Surendorf, Schwedeneck, Strande und schließlich bin ich in Kiel gelandet und habe mir Mönkeberg, Schönberg und Heikendorf angesehen. Einfach sehen, ob sich seit meinem letzten Besuch etwas verändert hat. Hat es nicht, zumindest habe ich es nicht bemerkt.

Alles, was jetzt folgt, stand schon im November hier, ich werde es bei der nächsten Aktualisierung ändern, denke mir aber, dass die meisten Punkte nach wie vor aktuell sind.
Ich werde auch nicht näher auf politische oder soziale Dinge eingehen, das mache ich in meinem nächsten Newsletter, darin geht es u.a. um Haiti, um rasant zunehmende die Armut in unserem Land, unter der vor allem Kinder, Jugendliche und alte Menschen zu leiden haben (natürlich auch alleinerziehende Mütter und Väter) und andere Dinge, für die auf der “News-Seite” nicht genügend Platz ist. Der nächste Newsletter wird aber erst um Ostern rausgehen, denn momentan bin ich noch am Schreiben von “Teufelsleib”, dem nächsten Offenbacher Krimi.

Und hier noch einmal die Reihenfolge meiner Romane.

Zur kurzen Erläuterung: TB steht für Taschenbuch, HC für Hardcover oder gebunden.

Julia-Durant-Reihe, Frankfurt:
1. Jung, blond, tot (TB 1996)
2. Das achte Opfer (TB 1999)
3. Letale Dosis (TB 2000)
4. Der Jäger (TB 2001)
5. Das Syndikat der Spinne (TB 2002)
6. Kaltes Blut (TB 2003)
7. Das Verlies (TB 2004)
8. Teuflische Versprechen (TB 2005)
9. Tödliches Lachen (TB 2006)
10. Das Todeskreuz (TB 2007 – Julia ermittelt erstmals zusammen mit Peter Brandt)
11. Mörderische Tage (TB 2009)
12. Frühjahr/Sommer 2011, TB, Titel wird noch bekanntgegeben

Peter-Brandt-Reihe, Offenbach:
1. Tod eines Lehrers (TB 2004), erschien auch bei Weltbild unter „Der Teufelspakt“
2. Mord auf Raten (TB 2005)
3. Schrei der Nachtigall (TB 2006)
4. Das Todeskreuz (TB 2007 – Peter ermittelt erstmals zusammen mit Julia Durant)
5. Teufelsleib (TB Herbst 2010)

Kieler Reihe mit Sören Henning und Lisa Santos:
1. Unsichtbare Spuren (HC 2006, TB 9/2007)
2. Spiel der Teufel (HC, 12.04.2008)
3. Spiel der Teufel (TB, Sommer 2009)

4. Eisige Nähe (HC, 22. Februar 2010)

Romane außerhalb der drei Reihen:
1. Der Finger Gottes (TB 1997)
2. Die Bankerin (TB 1998)

Als Hörbücher sind erschienen (in Klammern die jeweiligen Sprecher):
Jung, blond, tot (Julia Fischer)
Der Finger Gottes (Manfred Callsen)
Das achte Opfer (Uta Kroemer)
Der Jäger (Julia Fischer)
Das Syndikat der Spinne (Uta Kroemer)
Kaltes Blut (Julia Fischer)
Das Verlies (Uta Kroemer)
Teuflische Versprechen (Julia Fischer)
Tödliches Lachen (Julia Fischer)
Das Todeskreuz (Johannes Steck)
Tod eines Lehrers (Tommi Piper)
Mord auf Raten (Tommi Piper)
Schrei der Nachtigall (Tommi Piper)
Unsichtbare Spuren (Stephan Benson)

Spiel der Teufel (Stephan Benson)
Mörderische Tage (leider nicht gelesen von Julia Fischer)

Eisige Nähe (Stephan Benson, März 2010)

Im Oktober bzw. November 2010 darf endlich wieder Peter Brandt zusammen mit “seiner” Staatsanwältin Elvira Klein ermitteln. Und zwischen Frühjahr und Sommer 2011 ist Julia Durant wieder an der Reihe.

Ich wurde häufig gefragt, wann Julia denn wiederkommt, worauf ich nur antworten kann, Julia braucht dringend eine Auszeit nach dem traumatischen Erlebnis in “Mörderische Tage”. Sicher, Julia-Durant-Fans werden denken, so lange muss ich noch warten, aber ich garantiere Ihnen, sowohl “Eisige Nähe” als auch der darauffolgende Peter-Brandt-Roman werden Sie nicht enttäuschen. Hoffe ich jedenfalls. Oh Mann, wie sehr ich das hoffe! Ich will schließlich meine LeserInnen nicht vergraulen.

Auf etwas möchte ich dennoch erneut eingehen, es hat mit “Mörderische Tage” zu tun. Einige LeserInnen bemängeln nach der Lektüre von “Mörderische Tage”, dass das Ende zu rasch kommt. Wer dieses Buch aufmerksam liest, wird feststellen, dass es gar nicht anders und auch nicht langsamer enden konnte. Ich habe beim Schreiben selber mit mir gerungen, ob ich das Ende ausdehnen soll, entschied mich aber letztlich dagegen. Das Ende dauert immerhin fast hundert Seiten, und ich wollte auch einiges der Phantasie der Leser überlassen. Es ist leider so, dass ich es als Autor nicht allen rechtmachen kann, ich muss auch beim Schreiben Kompromisse machen. Ich habe mir allerdings nach den Kritiken die letzten hundert Seiten mehrfach im Schnelldurchgang durchgelesen und kann sagen, dass ich das Ende auch heute noch so schreiben würde. So viel zum Thema “Ende bei Mörderische Tage”.

Und noch etwas zu “Mörderische Tage”: Ich werde immer wieder angeschrieben, ob ich Julia “aus dem Verkehr ziehen” möchte. Nein, das habe ich nicht vor, obwohl es sich anbieten würde, schließlich hat sie eine Menge negativer Dinge erlebt. Ich weiß nicht, ob sie das alles verkraftet hat, ob die Therapie angeschlagen hat, ob … Oh, oh, jetzt habe ich schon wieder viel zu viel verraten. Aber wenn ich auch dauernd gefragt werde!

Aber mich würde schon interessieren, was Sie dazu sagen würden, würde ich Julia nicht mehr ermitteln lassen. Interpretieren Sie diese Frage nicht falsch, aber irgendwann wird auch für Julia die Zeit des Abschieds kommen, sie wird vielleicht den Platz von Berger einnehmen, Hellmer wird mit der neuen Kollegin ein sehr interessantes Team bilden … Tja, nun haben mir sehr, sehr viele Menschen geschrieben und mich angesprochen, Julia doch bitte, bitte, bitte weiterhin ermitteln zu lassen. Okay, ich werde sie nicht so schnell aus dem Verkehr ziehen, und doch müssen Sie sich allmählich mit dem Gedanken vertraut machen, dass auch eine Powerfrau wie Julia Durant in den nächsten Jahren eine andere Position innerhalb ihrer Abteilung einnehmen wird. Es ist ja so, dass Veränderungen in jedem Leben stattfinden und wir Menschen nicht wie Mickey Mouse oder Donald Duck ewig gleich alt bleiben. Schreiben Sie mir oder diskutieren Sie im Forum, was Sie von einer anderen Konstellation bei der Mordkommission halten würden. Aber zu Ihrer Beruhigung: Julia wird noch nicht “sterben”, großes Ehrenwort! Ohne gekreuzte Finger!!!

Thema Rauchen: Über Jahre hinweg wurde ich mahnend auf den extremen Zigarettenkonsum von Julia hingewiesen. Nun habe ich angefangen – in “Das Todeskreuz” – Julia weniger rauchen zu lassen, in “Mörderische Tage” raucht sie meines Wissens nach nur zwei Zigaretten. Und jetzt auf einmal kommen ganz viele, die sich darüber beklagen, dass Julia doch nicht mehr die Julia sei, wenn sie mit einem Mal ihre eingefahrenen Rituale ablegt. Ich habe überlegt, wie ich denn nun allen gerecht werden kann und bin zu einem Schluss gekommen: Sie wird nicht mehr viel rauchen, aber sich doch hin und wieder eine anstecken, und sie wird vielleicht zweimal abends ihre Tomatensuppe mit Salamibrot und sauren Gurken essen. Wäre das okay? Rückmeldungen nehme ich gerne entgegen.

Wie schon in den letzten “News” vom Mai diesen Jahres erwähnt, werde ich immer häufiger des Plagiats bezichtigt, d.h. ich hätte von anderen Autoren abgeschrieben. Ich garantiere, noch nie bei jemandem abgekupfert zu haben, da ich seit Ende der achtziger Jahre keinen einzigen Krimi mehr gelesen habe, allein schon aus Angst, unbewusst Gedanken und Passagen anderer Autoren in meine Romane einfließen zu lassen. Ich habe jedenfalls noch nie behauptet, jemand habe bei mir abgeschrieben oder meine Ideen für seine/ihre Zwecke benutzt, obwohl ich Etliches aus meinen Romanen schon in diversen Fernsehserien wiedergefunden habe und ich auch schon gefragt wurde, ob das aus einem meiner Bücher stammt.

Jetzt will ich es aber dabei belassen, musste es aber einmal loswerden, weil es sich gerade in den letzten Wochen gerade hinsichtlich der beiden o.g. Bücher häuft. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um eine gegen mich persönlich gerichtete Kampagne, wer weiß?

Auch wenn ich es zum wer-weiß-wievielten-Mal wiederhole – bitte, bitte nicht traurig sein, wenn ich auf Mails nur in Ausnahmefällen antworte, ich musste nicht nur im vergangenen Jahr, sondern ganz speziell nach meinem wochenlangen Ausfall die Prioritäten neu setzen, was für mich auch bedeutet, dass ich an erster Stelle stehe, dann kommt meine Familie und erst danach der Beruf. Und wenn ich auch noch durch eine Krankheit außer Gefecht gesetzt werde … Nun, so ist das Leben, einfach unberechenbar.

Selbstverständlich gehört auch die Beantwortung von Mails zu meinen Aufgaben, aber es geht wirklich nicht bei allen. Ich werde auch sehr häufig gebeten, mir Manuskripte anzuschauen oder Referate durchzulesen … Es tut mir leid, aber ich bitte von solchen Wünschen abzusehen, da ich in einem zeitlich derart engen Korsett stecke, dass ich diese zusätzliche Arbeit nicht erledigen kann. Dennoch versichere ich Ihnen, dass ich mich über jede Mail und jeden Eintrag im Gästebuch freue und Ihnen allen von ganzem Herzen dafür dankbar bin.

Und noch einmal: Werfen Sie bitte auch einen Blick in die Rubrik Lesungen, wo Sie einsehen können, wann und wo welche Veranstaltungen stattfinden. Am 24.2. geht´s mit einer großen Auftaktveranstaltung in Kiel los, mit Margarete v. Schwarzkopf vom NDR, Stephan Benson, der aus “Eisige Nähe” lesen wird und auch die Hörbücher “Unsichtbare Spuren” und “Spiel der Teufel” eingelesen hat und natürlich mit mir. Danach geht es Schlag auf Schlag weiter, u.a. nach Hamburg, Brake, Zeven, Soltau, Quedlinburg etc. pp. Bis Ende April bin ich mit Ausnahme der Osterferien fast durchweg unterwegs.

Nun wünsche ich allen LeserInnen dieser Seite alles nur erdenklich Liebe und Gute. Und denken Sie dran, nichts ist unmöglich, es sei denn, wir betrachten es so.

Bis bald und alles Liebe und seid nett zueinander

Andreas Franz

PS: Falls Sie Autogrammwünsche haben, so bitte ich Sie, diese mit einem frankierten Rückumschlag an folgende Adresse zu senden:

Novelist
Postfach 3140
65789 Hattersheim

Danke für Ihr Verständnis.

Posted by Andreas Franz, filed under News. Date: November 15, 2009, 8:30 pm | No Comments »

 
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